Roaming für schlappe 28.000 Dollar… im Inland
Während er auf das Ablegen seines Kreuzfahrt-Schiffs wartete, vertrieb sich ein Amerikaner die Zeit, indem er sich über sein Handy online das Football-Spiel Bears vs. Lions ansah. Das Schiff hatte seinen Hafen und die USA dabei noch nicht verlassen und der Chicago Bears-Fanhatte theoretisch unbegrenztes Datenvolumen über seinen Slingbox-Account zur Verfügung.

Seinen Handy-Provider AT & T störte dies jedoch wenig. Als wahrer Fan ist man auch schließlich bereit, so einiges für seine Leidenschaft hinzublättern – wozu also Mühe und Kosten scheuen? So ungefähr musste man sich das vorgestellt haben, als man dem leicht perplexen Kunden seine Handy-Rechnung mit einem kleinen Aufschlag präsentierte: Verlangt wurde die unschlanke Summe von 28,067.31 US-Dollar. Für Roaming.
Slingbox (ein bisher in Deutschland nicht verfügbarer Service) funktioniert, indem es Videos vom Haus des Kunden via Internet als Streaming überall hin überträgt, wo der Nutzer sie gerne ansehen möchte. Im Falle von Wayne Burdick wurde also das Football-Spiel von zuhause für seinen Laptop zugänglich gemacht, von dem Burdick glaubte, er wäre mit dem Netzwerk von AT & T verbunden.
Dummerweise verband sich das Mobiltelefon des Kunden aber mit dem Netzwerk des Schiffs, das automatisch (und auch bevor der Kreuzer überhaupt ablegt!) hohe Roaming-Kosten für derartigen Datentransfer draufschlägt: 2 US-Cent pro Kilobyte wurden Burdick verrechnet. AT & T bot nach eingereichter Beschwerde zuerst eine Reduktion der Rechnung auf 6,000 Dollar an, was die üblichen 220 Dollar pro Monat doch noch merklich überschritt.
Erst, als schließlich die Medien involviert waren und über den Fall berichteten, schrieb der Handy-Anbieter seinem treuen Kunden insgesamt wieder 27,776.66 Dollar gut – ein Vorgehen, das eigentlich nicht erst Medienberichten bedürfen hätte sollen. Lesen Sie hier die ganze Geschichte, oder erfahren Sie hier mehr über Slingbox.




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